Der Biss der 3-Köpfigen Schlange

  • Der biss der dreikoepfigen Schlange
    1. Zyklus
    Eines ist gewiss im Tode sind wir alle gleich. Viele Krankheiten haben nur den einen Ausweg. Sie ernähren sich von uns und Schwächen uns so sehr das wir nur noch aufgeben können. Eine Erlösung fuer Viele. Geschwüre und Tumore sind die heimtueckischsten Krankheiten. Manchmal machen sie sogar keine Schmerzen und zehren nur an ihren Opfern. Mit Glück erkennt man die Zeichen ihrer Jagd nach unserer Lebenszeit. Entdeckt die Tumore und ihre Kinder die sich rasant im körper vermehren. So erging es auch einem Chronisten und Schreiber tief im Dschungel von Brasilien. Hier wo die Zeit still steht und Legenden noch wahr sind lebte ein Volk das noch nie etwas von Ärzten oder chemischen Medikamenten gehört hatte. Sie vertrauten auf die Götter und was sie ihnen gaben. Der Schreiber war ein armer Mann und lebte davon was man ihm gab. Er konnte nicht darauf hoffen das ihm die teure Medizin vom Medizinmann des Dorfes helfen konnte. Sein Geld reichte nur fuer einen Rat des Mannes dessen Tun im Volk hoch angesehen war. Vielleicht konnte er ihm sagen wie er die Tumore an seinem Körper bekaempfen konnte. Er war sich fast schon sicher das sie auch innerlich schaden angerichtet hatten.
    So ging er zu dem Ort an dem der weise Heiler lebte und gab ihm fuer einen Rat das letzte was er hatte. Der Heiler bliess das Feuer vor sich aus und wuehlte in der noch rotgluehenden Asche. Er sog scharf den Rauch ein der noch aufstieg. Seine Stimme hatte sich veraendert und er sprach mit tiefer Stimme. "Finde die dreikoepfige Smaragdschlange und tue was sie dir sagt. Geh 3 Tage nach sueden dann Schrei dein Problem in die Bäume und sie wird sich dir zeigen. Jetzt geh. Deine Zeit ist knapp und deine Kraft sie schwindet". Mit diesen Worten wendete sich der Ratgeber ab und meditiert. Der arme Schreiber eilte in den Dschungel wie ihm gesagt wurde. Schon bald bewahrheitete sich die Prophezeiung und sein Geist begann zu schwanken. Er verirrte sich immer wieder aber fand den Weg auch immer wieder. Sein Körper wurde als nächstes von grosser Schwäche befallen. Erst schwankte er nur dann kroch er durch den dichten Wald.
    Dann endlich am Anfang des dritten Tages erreichte er eine Lichtung die schoener nicht sein konnte. Der Schreiber hatte aber schon lang nicht mehr den Sinn fuer diesen Anblick. Mit seiner letzten Kraft schrie er nach der Schlange . Nichts geschah und der Schreiber brach zusammen. Sein Kopf platschte in den Fluss der sich durch die Lichtung schlängelte. Kaum war dies geschehen spuehrte er wie sich etwas um seinen Körper wand und ihn aus dem Fluss zog.
    Da lag er nun in den rauen schuppen einer riesigen Schlange. Ein Wesen das wie aus einer anderen Welt ihm erschien. So gruen und glänzend. "Ich habe dich erhört. Habe dein Leid gespuehrt. Du bist fast nicht mehr Herr deines Verstandes und dein Körper so schwach das er dem Leben ferner ist denn je. Doch du bist hier bei mir."So zischte die Schlange ihm leise ins Ohr. Er war kaum noch in der Lage zu sprechen doch ein Wort quetschte sich durch seine trockenen Lippen und das in so einer Klarheit und Lautstärke das es die Vögel aus den Bäumen trieb." Hilfe". Die Schlange zischte wieder "So nimm an mein Gift der Qual und halte aus bis der 21. Tag vergangen ist. Befolge meine Weisungen und dann gib mir meinen Preis" der fast schon leblose Mann konnte nur noch nicken.
    "So sei es" sprach die Schlange. Der Schreiber hob den Kopf und sah das die Schlange einen ihrer drei Köpfe aufgestellt hatte. Ihre Augen leuchteten hell gelb. "Leg zur Seite deinen Kopf und nimm an mein Geschenk". Er tat wie sie ihm gesagt hatte. Dann biss sie zu und ihre langen Zähne bohren sich tief in seine Hauptschlagader. Beim durchschlagen seiner Haut gab es ein Geräusch als wenn man eine reife Kirsche zerbiss. Es knackte und die Giftzaehne bohrten sich weiter in seine Adern. Sein Herz sprang ihm fast aus der Brust als die Zähne sich ihren Weg bahnten durch seine Hauptschlagader. Kurz vor dem Herz stoppten die Zaehne. Das Herz hämmerte wild gegen seine Brust. Die Schlange spuehrte dies und zog die Faenge etwas zurück. Dann begann das grausame Spiel. Ihr Gift durchstroehmte jede Zelle seines Körpers. Alles was wild und schnell wuchs in seinem Körper wurde angegriffen und gehindert schnell zu wachsen. Doch auch die guten Zellen waren des Giftes Opfer. Der fast schon augenblicklich erschöpfte Mann bemerkte innerlich den zersetzungsprozess. Erst nur ein gurgeln dann ein Gefühl als lösten sich Magen und Gedaerm auf.
    Stunden vergingen dann Beugte sich die Schlange mit dem Kranken nach unten ueber den Fluss. In seinem Geist hörte er die Stimme der Schlange die sprach. "Trink und hoer erst auf wenn ich es dir sage". Schluck fuer Schluck Liter um Liter nahm er auf. Die Ausscheidungssaefte quollen aus ihm. Es war eine Qual denn seine Nieren und Blase schmerzten durch die viele Fluessigkeit. Dann vernahm er das Wort "Stop". Er nahm den Mund vom Wasser. Schon bald spuehrte er das Gift wieder in seinem Körper. Seine Finger fuehlten sich kalt und taub an. Als nächstes bluteten die Fingernägel. Ihm wurde schlecht sein Magen rebellierte und er musste immer wieder erbrechen.
    Mehrere Stunden waren vergangen seit ihm das Gift verabreicht wurde. Müdigkeit machte sich breit in seinem Kopf. Nun wickelte sich die Schlange schützend um ihn und er wollte schlafen. Doch das Gift hielt ihn mit dem Gefühl der Zersetzung noch die halbe Nacht wach.
    Nahrung bekam er am nächsten Tag von der Schlange gereicht. Kräuter und etwas trockenes Gras. Mühsam vertilgte er die Kost. Als sein Fruehstueck beendet war bekam er noch ein paar andere Blätter gereicht vom Aztekenbaum und wieder sprach zuengelnd und zischend die Schlange "iss das lindert deine Qual". Die Schlange sollte recht behalten. Ihm wurde nicht mehr so schlecht als er die nächste Dosis des Giftes erhielt. So setzte sich der Zyklus weitere 5 Tage fort. Am 7 Tag sprach die Schlange "Ruh dich jetzt 2 wochen aus dann komm wieder. Ein Rat noch von mir schone dich. Der erste Preis den ich nun fordere ist Schönheit. Sie ist vergänglich und nutzt dir nicht viel." da sprach der Schwache "wie soll ich sie dir denn schenken?". Das Gruene Reptil zischte. "Mein Gift wird es schon richten."

    Über den Autor

    a starving child is a fightful sight. A starving Vampire, even worse (Anne Rice)

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Kommentare 1

  • Sophie -

    Hallo @Abramelin Es ist schön, dass du auch wieder hier bist.