Der Biss der 3-Köpfigen Schlange

  • Zwischenspiel
    Die Dreiköpfige Schlange sollte recht behalten. Der Schreiber kroch geschwächt von dem Gift in eine nahe Höhle. Dort legte er sich auf ein Blätterbett nieder und das Gift arbeitet jetzt mit voller Stärke in ihm. Die Welt drehte sich 24 Stunden am Stück. Er übergab sich. Jede Anstrengung die er unternahm forderte husten ein. So stark das er sich auch davon erbrach. Müdigkeit war ebenfalls ein ständiger Begleiter. Der Kreislauf entglitt ihm am ersten Abend als er in der Höhle sich befand. Er brach einfach über dem Waschen seiner Glieder zusammen. Dieser Zustand hielt sich über die Gesamten zwei Wochen der Pause. Immer wieder Schwindel , immer wieder Husten teilweise auch blutig durch das Gift. Nasenbluten und Fingernägelbluten waren ebenfalls Erscheinungen die sich neben dem Verlust des Haares einstellten. Wenn er es nicht besser gewusst hätte was dies war hätte er denken können ihm war ein böser Geist aufgesessen. Vorher war er doch schwach und Krank gewesen aber jetzt fühlte er sich gänzlich am Ende. War dies das Ende ? Es wurde auch berichtet das es für viele schon zu Spät war die die Schlange hatten aufgesucht. Vielleicht kündigte sich auch so das Ende an. Ihm hatte keiner weiter gesagt was passieren würde. Abwarten war jetzt die einzige Option. Als er gänzlich ohne Haare und abgemagert nach einigen Tagen auf seinem Bett lag war ihm der Tod schon fast egal. Essen konnte er nun schwer etwas. Die offenen Stellen in seinem Mund machten ihm jeden Bissen zur Qual und er versuchte mit Kräutern aus der Natur und kühlenden Säften diesen Zustand zu verbessern. Es half nicht viel. Seine Kraft wurde weniger und er verlor immer weiter an Gewicht. Die Angst keimte immer weiter in ihm und der Tag des zweiten Bisses rückte immer näher. Getrieben von dem Gefühl der Krankheit versuchte er wieder ein Stück Normalität in sein Leben zu bringen und dachte sich wieder wie früher Geschichten aus. Doch aufschreiben konnte er sie nicht . Viel zu sehr hinderte ihn das Gefühl der eigenen Vergänglichkeit daran etwas zu beenden. „Was macht jetzt noch Sinn?“ dachte er bei sich. Ist es das alles Wert es zu ertragen? Einen weiteren Biss der Schlange der so unangenehm und schmerzhaft war das selbst der Stärkste hätte es nicht schwer ertragen können. Vom Gift gezeichnet schleppte er sich ein paar mal durch den Wald. Versuchte einen klaren Kopf zubekommen. Sein Blick für die Natur war jetzt ein Anderer. Alles erschien ihm Klarer. Hatte er vorher so im Nebel gelebt? Hatte er durch die Krankheit den Sinn fürs wesentliche verloren? Wirkte das Gift etwa um ihm zu helfen oder war es der letzte Blick eines Sterbenden auf sein Leben das er noch einmal mit solch einer intensiven Farbe malt das es selbst dem begabtesten Künstler vor Rührung die Tränen in die Augen treiben würde ? Die Tage vergingen weiter. Jeden Tag lag er nun fast auf seinem Bett. Konnte keinen Finger und kein Auge rühren. Alles bereitete ihm große Mühe. Da bemerkte er langsam aber sicher wieder etwas Klarheit in seinem Geist. Ein Licht was ihm aus der Dunkelheit dieses Zustandes führte. Sein Körper erholte sich wieder. Er wurde nicht kräftiger und ihm wuchsen auch keine Haare mehr aber eine Art von Stabilität des Geistes stellte sich wieder her. Klare Gedanken waren wieder möglich. Das drehen durch das Gift wurde schwächer. Ein Friede stellte sich ein am letzten Abend vor dem nächsten Biss. Wieder fühlte er sich ganz normal. Als wäre er nicht gequält gewesen von den Tumoren und als wäre das Gift in ihm nie real gewesen. Der Schlaf senkte sich über ihn. Er träumte von Früher. Von einer Zeit in der er sein Handwerk lernte und die noch so unbeschwert erschien. Der Morgen graute , die Vögel zwitscherten und der Chronist erwachte. Er wusste es wurde Zeit für den Zweiten Zyklus wie ihm die Schlange hatte gesagt. Noch 2 hatte er nun vor sich und in seinem Geist entstand Angst. Wie würde der zweite Biss wirken ? Wie würde er sich noch verändern? Gäbe es schmerzen? So viele Fragen und doch nur die Gewissheit das das Gift sein einziger Ausweg war. Dem Tod zu entgehen. Er dachte bei sich „ Schon etwas Philosophisch. Dem Tod die Nahrung zu nehmen um ihn zu töten. Sonst würde er einen Töten in dem er einem die Nahrung nahm. „ Vielleicht eine Idee für ein neues Gedicht? Das konnte er so nicht entscheiden. Nun kroch er wieder zum Fluss und wartete bis ihm die Schlange ihre Aufwartung machte. Es vergingen wieder Stunden bis sie sich zeigte und das Spiel von vorn begann.

    Über den Autor

    a starving child is a fightful sight. A starving Vampire, even worse (Anne Rice)

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